Autorenlesung mit Lutz van Dijk in der Oberschule am Wasserturm am 03.05.2017

Der Autor Lutz van Dijk den 7. Klassen der Oberschule am Wasserturm sein Buch „African kids“, in dem Kinder von ihrem Leben in Südafrika und bei HOKISA erzählen.

Foto: t&w
Foto: t&w

Weitere Fotos zur Lesung finden sich im Bereich Foto-Galerie.

 

HOKISA (Home for kids in South-Africa) ist eine Organisation, die Kinder aufnimmt, die keine Eltern mehr haben, deren Eltern sich nicht mehr um sie kümmern können, da sie meist von AIDS/HIV betroffen sind und die sonst obdachlos wären. Lutz van Dijk und seine Kollegen versuchen den Kindern als „special mother“ oder „special father“ beizustehen, ihnen ein Zuhause zu geben und ihnen die Eltern zu ersetzen. 

In dem Buch erzählen die Kinder von ihrem Leben, was sie in ihrer Freizeit erleben und wie die Schule für sie ist.

 

Lutz van Dijk zeigte uns Bilder der Kinder und berichtete uns von ihren Hintergrundgeschichten und weshalb sie bei HOKISA leben.

So erzählte er uns voller Stolz von Sive, der als erstes Kind in einer Plastiktüte bei HOKISA „abgegeben wurde“ und der eine gute Geschäftsidee hatte und Geld damit verdient, indem er und einige seiner Freunde Touristen gegen Geld durch die Townships führen. Und von Ayakha, dessen Mutter an AIDS verstorben ist und der Lutz van Dijk um seine Jacke gebeten hat, um etwas von ihm zu behalten, wenn dieser auf Reisen ist. Oder von Xolelwa, die in der 8.Klasse den zweiten Platz beim Schönheitswettbewerb gewonnen hat und die nun als junge Erwachsene auch Aidskranken hilft. In seinen Erzählungen wird deutlich: Herr van Dijk ist sehr stolz auf „seine Kinder“. 

Uns wurde auch erklärt, wie die Kinder in Afrika mit AIDS/HIV umgehen und wie es übertragen werden kann und dass die Kinder ihr Leben lang Medikamente dagegen nehmen müssen. Er erzählte uns wie AIDS wirklich ist und wie schlimm es sein kann.

Aber es gab auch lustige Geschichten und Anekdoten, die zum Nachdenken anregten: so berichtete uns Lutz van Dijk auch vom Erzbischof Desmond Tutu, den er getroffen hat und der bei der Eröffnung von Hokisa dabei war. Eines der Kinder fragte den Bischof, ob er reich sei, woraufhin dieser antwortete: „Ich bin in meinem Herzen reich.“

Wir erfuhren auch, dass es starke soziale Unterschiede in Südafrika gibt, dass es Menschen in Afrika gibt, die sehr reich sind, aber nicht mit anderen teilen wollen.

Einer der Höhepunkte war, dass uns Herr van Dijk die Xhosa-Sprache beigebracht hat. Das ist eine Sprache mit „Klick-“Lauten.  Und wir sahen auch ein Video mit den Kindern bei Hokisa.

 

Lutz van Dijk hat die Geschichten interessant und verständlich verpackt. Es war eine spannende und informative Veranstaltung. Wir haben gelernt, wie Kinder in Afrika ohne Eltern aufwachsen, was sie erleben und wie sie sich fühlen. Es war sehr spannend, die Geschichten von Kindern aus einem anderen Land zu erfahren.

 

von Marielle, Selina, Svea, Alex, Kenny und Kunal aus der Klasse 7d

 

Zitate der Schüler nach der Lesung

 

„Mir hat die Lesung gut gefallen und ich nehme mit, dass HIV eine sehr schlimme Krankheit ist.“

 

„Die Geschichten waren sehr spannend und in dem Video hat man sehr oft Kinder lachen sehen, was mich glücklich gemacht hat. Die meisten Kinder haben Krankheiten, jedoch verlieren sie ihr Lächeln nicht. In meinen Augen sind die Kinder sehr stark und mutig.“

 

„Es hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es sehr gut, was die Leute bei Hokisa machen und wie den Kindern geholfen wird. Vor allem war Lutz van Dijk seeeehr nett, sodass man von ihm noch mehr hören wollte.“

 

„Ich fand es interessant zu erfahren, wie andere Kinder lernen und welches Schicksal sie haben. Man realisiert gar nicht, wie gut wir es hier haben.“

 

„Ich fand den Vortrag interessant, weil die ganzen Geschichten von den Kindern sehr spannend waren. Ich fand es schön, wie lebensfroh die Kinder trotz ihrem Verlust der Eltern waren.“

 

„Der Gedanke an die, die keine Eltern mehr haben, macht mich traurig. Aber das was Hokisa macht, ist wunderbar. Ich finde es gut, dass Lutz van Dijk uns gezeigt hat, wie es den Kindern dort geht. Manche Menschen wissen nämlich gar nicht, wie es ist ohne Eltern.“

 

„Mir hat der Autor sehr viel gefallen. Seine Geschichten und was er uns im Film gezeigt hatte, das war auch sehr gut. Mir hat sehr gut gefallen, dass er über die Krankheiten und Schwierigkeiten von Südafrika erzählt hat. Ich wünsche, dass es den Kindern in Südafrika gut geht wie uns allen.

I wish, that the children are happy and live their life in south-africa safe!“