Schulprogramm der Hauptschule

Auf dieser Seite finden Sie das Schulprogramm der Hauptschule Stadtmitte (bis Juli 2014 und auslaufend für die höheren Klassen).

 

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

  • 1.1 Vorbemerkungen
  • 1.2 Leistung
    • Bildungsprojekt Wasserturm unter dem Leistungsaspekt 5
    • Das Beispiel Schulzeitung
    • Besondere Schülerleistungen im künstlerischen Bereich
    • Besondere Schülerleistungen in Projekten                                               
  • 1.3 Umgang mit Vielfalt
    • Vielfalt durch Herkunft - Sprachlernklassen Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
    • Vielfalt durch Individualität - Förderung und Integration                                   
  • 1.4 Unterrichtsqualität
    • Eingangsphase
    • Erfahrungs- und praxisorientiertes Lernen
    • Außerschulische Lernorte
    • Trainingsraum
  • 1.5 Verantwortung                                                                            
  • 1.6 Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner
  • 1.7 Schule als lernende Institution
    • Kontinuierliche Schulentwicklung
    • Struktur der Profilbereiche
    • Intensive Gemeinschaftspflege
    • Aufgaben der Schulleitung
    • Neue niedersächsische Schulverfassung

 

  • 1.1 Vorbemerkungen

Entwicklung und pädagogisches Leitbild der Hauptschule Stadtmitte

Die Hauptschule Stadtmitte liegt im Zentrum der 70 000 Einwohner-Stadt Lüneburg.

Lüneburg ist sowohl Einkaufs- als auch Behördenzentrum und Sitz einer Universität.

Diese zentrale Lage, vor allem die exzellente Anbindung an Busse und Bahn, bietet ein wichtiges Service-Angebot für Schüler und Eltern. Dieses wird neben dem besonderen pädagogischen Konzept von Eltern immer wieder als Auswahlkriterium benannt.

Die verkehrstechnische Anbindung begünstigt außerdem die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (z.B. Universität, Bücherei, Wirtschaft) und damit die Öffnung der Schule nach außen.

Unsere Schule ist in den Klassen 5 bis 9 dreizügig und in der freiwilligen 10. Klasse zweizügig, zusätzlich gibt es 2 Sprachklassen mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Insgesamt besuchen unsere Schule ca. 400 Schüler. In Lüneburg gehen inzwischen nur noch etwa 12% der Kinder eines Jahrgangs zur Hauptschule. Mit sehr viel Einsatz und Einfühlungsvermögen beschäftigen wir uns auch mit den Schülern, die Lerndefizite oder Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADS) aufweisen bzw. die in komplizierten familiären Verhältnissen aufwachsen. Erziehungsarbeit hatte und hat deshalb an unserer Schule einen hohen Stellenwert in allen Bereichen.

Zu Beginn der achtziger Jahre war die Unterrichtssituation an unserer Schule desolat. Geordneter Unterricht war kaum noch möglich; viele Kollegen bemühten sich um Versetzung. Ausgelöst durch massive Kritik der Schulaufsicht und des Ausbildungsseminars machte sich das Kollegium mit einer konkreten hauptschulbezogenen Zielsetzung und pädagogischem Enthusiasmus „auf den Weg“, die Schule zu erneuern. Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurde durch kontinuierliche Schulentwicklung ein Leitbild erarbeitet und umgesetzt, welches zusammengefasst folgende Zielsetzungen beinhaltet:

  • Als Ganztagsschule verfolgen wir das Ziel familienergänzend und -unterstützend zu wirken, indem wir eine Schule zum Lernen und Wohlfühlen sind, die Freizeitfähigkeit der Schüler fördern und familienähnliche Strukturen anbieten.
  • Durch unsere DaZ-Klassen soll die Integration ausländischer Kinder gesichert werden.
  • Als UNESCO-Projekt- bzw. Comenius-Schule streben wir an, unseren Schülern Toleranz dem Anderen gegenüber, Verständnis für Menschenrechte und die Fähigkeit zur Teilhabe an demokratischen Prozessen zu vermitteln.
  • Als AGENDA-21-Schule erziehen wir die Schüler zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und zur Nachhaltigkeit.
  • In Echtsituationen (Schülerfirmen, Wasserturmführer) sollen unsere Schüler Verantwortung für ihr Verhalten und ihr Lernen übernehmen, um ihre Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz zu fördern.
  • Durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (Universität, Wirtschaft, Sponsoren, Einrichtungen der Stadt, ...) und Trägern versuchen wir die Schule nach außen zu öffnen und im Sinne der Schülern Vertrauen in unsere Schule zu fördern.

Unsere Ganztagsschule besuchen die Schüler an mindestens 3 Tagen (max. 5 Tagen) bis 16.00 Uhr. Wir verzichten in den Klassen 5 bis 8 (fast) auf Hausaufgaben und unterrichten statt dessen eine höhere Wochenstundenzahl in den Kernfächern. Die Schüler können täglich in der Schule Mittag essen. Bis zu 12 Arbeitsgemeinschaften täglich an 5 Nachmittagen in der Woche bieten allen eine große Bandbreite an Wahlmöglichkeiten mit den Schwerpunkten „Sport“ bzw. musische und fachliche Förderung.

Heute haben noch 20 % (Höchstsatz 37%) unserer Schüler einen Migrationshintergrund. Zu ihnen gehören die Schüler der DaZ-Klassen, die - sobald es ihre sprachlichen Fortschritte erlauben - zunehmend in die Regelklassen integriert werden. Dass viele unserer Schüler ihre Wurzeln in anderen Ländern haben, ist die Grundlage eines multikulturellen Schullebens. Wir setzen damit Zeichen und sind seit 2002 UNESCO-Projekt-Schule. Außer im täglichen Miteinander findet dieser Schwerpunkt seinen Ausdruck in Projekten mit den unterschiedlichsten Themen (z. B. Menschenrechte, „Unser Wasser“, Tanzprojekte, Hilfe-Projekte zur Unterstützung von Bildungsprojekten in Südafrika, Brasilien und Indien).

Zur Expo 2000 haben wir uns mit der Idee beworben, einen alten Wasserturm direkt an unserem Schulgelände zu sanieren und für unsere Schule als Bildungsprojekt nutzbar zu machen. Wegen nicht kalkulierbarer Kosten nicht zertifiziert, haben wir das Projekt trotzdem umgesetzt. Der Wasserturm ist seit 2000 eines der touristischen Highlights Lüneburgs. Neben der Aussichtsplattform ist er technisches Denkmal und bietet ein Forum für Ausstellungen und Veranstaltungen unserer Schule, aber auch außerschulischer Anbieter. Schüler unserer Schule bieten Besuchern professionelle Turmführungen mit Erläuterungen zum Stadtpanorama und zur Wassertechnik unserer mittelalterlichen Stadt an, die permanent ausgebucht sind.

In Zukunft wird es Aufgabe des Kollegiums sein, die erreichte Profilierung unserer Hauptschule zu erhalten und weiter zu entwickeln. Innerhalb der Schule suchen wir nach Optimierungsmöglichkeiten unseres Einsatzes, um die zunehmende Anzahl der Aufgaben zu bewältigen. Nach außen wird es darum gehen, den Organisationsrahmen unseres Ganztagsmodells gegen sich verknappende Finanzen zu verteidigen.

Vor dem Hintergrund der neuen niedersächsischen Schulverfassung und der abnehmenden Schülerzahlen im Hauptschulbereich hat das Kollegium in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Eltern bereits begonnen dieses Profil sinnvoll zu erweitern bzw. zu strukturieren.

 

1.2 Leistung

Schüler, die unsere Schulform „wählen“, haben in der Regel in den Kernfächern Leistungen erzielt, die für die Auswahl der beiden anderen weiterführenden Schulen nicht ausreichend sind. Ausgehend von der Überzeugung, dass die „Lernschwächen“ nicht naturgegeben sind, bemühen wir uns, den Schülern den Mut, die Kraft und das Wissen zu vermitteln, das es ihnen ermöglicht, ihre individuelle Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Dem gleichlautenden Erlass entsprechend steht am Anfang der fünften Klasse die Erhebung der Informationen zur Entwicklung eines individuellen Förderplans. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Hauptfächern. Nach neuesten Planungen einer Arbeitsgruppe soll in Zusammenarbeit mit der Universität Lüneburg ein individuelles Lese-Screening und eine sich anschließende Leseförderung stattfinden.

Ergebnis unserer Bemühungen ist es, dass der Hauptschulabschluss in den vergangenen 10 Jahren von fast allen unseren Schülern erreicht wurde. Etwa zwei Drittel der Schüler im anschließenden 10. Schuljahr erreichen den Realschulabschluss und in Ausnahmefällen den erweiterten Realschulabschluss. Dies erreichen wir, wenn wir der Rückmeldung aus den weiterführenden Schulen bzw. der Wirtschaft glauben dürfen, nicht durch eine Senkung des Niveaus, sondern durch konsequente Förderung.

Eine Reihe unserer ehemaligen Schüler studieren oder haben studiert.

 

1.2.1 Bildungsprojekt Wasserturm unter dem Leistungsaspekt

Mit der Teilnahme am Bildungsprojekt Wasserturm zeigen die Schüler besondere sprachlich-kommunikative Leistungen. Die Teilnahme am Bildungsprojekt Wasserturm ist freiwillig. Etwa die Hälfte eines Jahrgangs nimmt daran teil.

Innerhalb der Ausbildung der Wasserturmführer während des 9. Schuljahrs entwickeln die Schüler einen Text zu den Themen Wassertechnik und Stadtbild, der die Grundlage ihrer Touristenführung bildet. Selbständigkeit, verständnisintensives Lernen, Verantwortung und Leistungsbereitschaft werden in den Mittelpunkt des Lernens jedes Einzelnen gestellt.

Die Schüler verlassen häufig das Klassenzimmer, erproben den Wasserturm als Lernort und besuchen begleitend zur Ausbildung außerschulische Lernoorte zu den Themen „Stadtgeschichte“ und „Wasser“. Neben einem zweistündigen Kurs am Vormittag dient eine AG am Nachmittag zur Vermittlung von Wissen und zum Einüben der Präsentation. Auf den Punkt gebracht wird dies während eines viertägigen Workshops in einem Schullandheim mit Selbstverpflegung.

Im 10. Schuljahr bewähren sich die Schüler, indem sie zu zweit die Führungen im Wasserturm durchführen (ca. 250 Führungen pro Jahr mit ca. 3000 Gästen – nach Anmeldung und immer auch mittwochs und sonntags). Die hohe Zufriedenheit der Geführten und ihre Komplimente an die Schüler sind für uns ein nachweislicher Erfolg. Eine besondere Leistung ist es, dass Schüler die Gäste in englischer Sprache führen (u.a. die ehemalige niedersächsische Kultusministerin Frau Jürgens-Pieper). Auch Führungen in russischer und polnischer Sprache finden statt, durchgeführt von Schülern, die aus diesen Ländern zu uns gekommen sind.

Diese außergewöhnliche Leistung wird nicht nur im Schulzeugnis festgehalten, sondern auch durch ein Arbeitszeugnis belegt, das der Trägerverein Wasserturm ausstellt. Durch die feierliche Weitergabe des “Wasserturmbuches” auf unseren Abschlussfeiern geht die Aufgabe von einem Jahrgang auf den nächsten über.

 

1.2.2 Das Beispiel Schulzeitung

Unsere Schulzeitung “Stadtmitte aktuell” besteht seit fast 20 Jahren. Schüler schreiben unter Anleitung von zwei Kolleginnen über alles, was für sie in der Schule von Bedeutung ist. Anschließend sorgen sie für ein ansprechendes Layout mit Fotos und Zeichnungen. Die Kolleginnen achten dabei besonders auf ein für eine Hauptschule nicht selbstverständliches Niveau (auch im Bereich Rechtschreibung und Grammatik) und einen ausgeprägten Adressatenbezug. Die Schulzeitung wird regelmäßig auch an Nachbarschulen und andere außerschulische Stellen geschickt.

Wettbewerb der AOK Jugendzeitschrift 1989: Erster Preis

Wettbewerb 16. Juniorenpressepreis 2006: 

Beste Schülerzeitung in der Kategorie Hauptschule in Niedersachsen,

Teilnahme am bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten.

 

1.2.3 Besondere Schülerleistungen im künstlerischen Bereich

Wie oben beschrieben, sind an unserer Schule Schüler, deren Leistungen in den Kernfächern nicht für andere Schulformen ausreichten. Diese Schüler haben jedoch häufig Talente im sportlichen und musischen Bereich, die sie entwickeln können.

Seit 15 Jahren gibt es an unserer Schule die Schulband “the Downtown Rats”. Ohne Instrumentalkenntnisse und allein durch das Üben im Musikunterricht und in den Arbeitsgemeinschaften bringen es unsere Schüler mit viel Motivation und Engagement jedes Jahr von Neuem so weit, dass sie in einem Konzert Rocksongs ihrer Wahl spielen. Grundlage des Erfolgs ist der wöchentliche Musikunterricht, der sich ausnahmslos an den Bedürfnissen der Schüler orientiert, eine gute Ausstattung, die Möglichkeit des Übens am Nachmittag und ein Kollegium, das diese Idee unterstützt. Die Schulband tritt alljährlich auf dem Lüneburger Stadtfest auf, spielte am „Tag der Niedersachsen“ und zu vielen anderen öffentlichen Anlässen. Sie ist zu einem Aushängeschild unserer Schule geworden und zeigt, zu welchen außerordentlichen Leistungen Hauptschüler fähig sind.

Auch im Fach Kunst haben die Schüler nachweislich gezeigt, dass sie sowohl leistungsbereit als auch leistungsfähig sind. Dies zeigt sich im Schulgebäude, in der Teilnahme an Ausstellungen und in mehreren gewonnenen Wettbewerben.

                            

1.2.4 Besondere Schülerleistungen in Projekten               

  • in den regelmäßigen Projektwochen (im Zentrum der Schülerwunsch)
  • in den regelmäßigen Themenwochen (fächerübergreifender Unterricht)
  • bei Sportturnieren (Schwerpunkt Fußball - auch Mädchen)
  • beim jährlichen Treppenmarathon (Auszeichnung durch das Guinness Buch der Rekorde 2000)
  • beim Theater spielen, Wettbewerb der Sparkasse Lüneburg “Experimentelles Amateurtheater für Kinder und Jugendliche Lüneburg 1989” 1. Preis
  • bei der Gestaltung einer einstündigen NDR-Sendung innerhalb der Sendereihe Schulfunk mit Gästen 1990. Die ganze Schule arbeitete zu dem Thema “KOMMT ZEIT – KOMMT RAT”. Die Sendung wurde als einzige der Reihe viermal wiederholt. Ein umfangreicher Artikel erschien dazu in der Zeitschrift “Beispiele”.
  • aktuell beim UNESCO Tanzprojekt „Wohin gehst du? - Schritte in die Zukunft“, das im Sommer 2006 in einer Aufführung bei der UNESCO-Gala in Paris ihren Höhepunkt fand.
  • in der Vorbereitung und Ausrichtung eines Schulfests zum 100-jährigen Geburtstag des Wasserturms mit 600 Gästen.

1.3 Umgang mit Vielfalt

1.3.1 Vielfalt durch Herkunft - Sprachlernklassen Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Die Sprachlernklassen richteten wir bereits 1979 mit Zuwanderung der vietnamesischen „Boat-people“ ein. Sie erhielten außerdem großen Zulauf durch polnische Aussiedler und später durch Flüchtlinge, Asylbewerber und Spätaussiedler aus den GUS-Staaten. Das Angebot der Sprachlernklassen an unserer Schule steht als einziges im Landkreis Lüneburg allen Schülern zur Verfügung. Innerhalb des Schuljahres werden bei ausreichender Kapazität auch Schüler aufgenommen, die älter als Schüler der SEK I sind.

Neue Schüler werden zu jedem Zeitpunkt des Schuljahres aufgenommen. Die Schülerschaft der DaZ-Klassen ist alters- und leistungsheterogen zusammengesetzt. Im Extremfall sind die Schüler zwischen 10 und 18 Jahre alt und im Leistungsniveau zwischen Analphabeten und Gymnasiasten. Bei Neuzuwanderern ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen beträgt die Verweildauer in den DaZ-Klassen - je nach Lernfortschritten - ein bis zwei Jahre. Hier unterrichten Kolleginnen, die in DaZ ausgebildet sind, über Erfahrung in der Beschulung ausländischer Menschen auch im außerschulischen Bereich verfügen, die Fakultas in einer Fremdsprache besitzen oder bereit sind, Schülern ohne Deutschkenntnisse adäquat zu begegnen. Die Förderung erfolgt durch Binnendifferenzierung bzw. durch Kleingruppenunterricht, zeitweilig durch Doppelbesetzung mit herkunftssprachlichen Lehrkräften.

Wir sind davon überzeugt, dass die Beherrschung der deutschen Sprache die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgversprechende Integration darstellt. Daher ist Ziel der Arbeit in den Sprachlernklassen, die deutsche Sprache in Schrift und Wort intensiv zu lehren und zu lernen, um die Integration der Schüler in unsere oder die Regelklassen anderer Schulformen in Lüneburg zu ermöglichen. Der Übergang erfolgt jeweils in die Regelklasse der Klassenstufe, die im Herkunftsland zuletzt besucht wurde. Wir sorgen dafür, dass die Schüler die Sprachkompetenz erwerben können, die sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und als Voraussetzungen für eine berufliche Bildung benötigen. Damit bemühen wir uns, dem in der PISA-Studie festgestellten Schicksal der Chancenlosigkeit in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.

Die ersten Schritte zur Integration der Migrantenschüler erfolgen bereits sehr frühzeitig. Sobald sie einfache Anweisungen von Lehrkräften verstehen, nehmen sie an den Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag teil. Später folgt der stundenweise Besuch einer Regelklasse und zum Schuljahreswechsel der Übergang in die „deutsche“ Klasse. Die Integration verläuft so erfolgreich, dass Klassen- und Schülersprecher häufig Migranten sind.

Der Umgang mit Menschen fremder Sprache, Hautfarbe und Verhaltensweisen wird für alle in der Schule eine natürliche Angelegenheit und verhindert weitgehend fremdenfeindliches Gedankengut.

 

1.3.2 Vielfalt durch Individualität  -  Förderung und Integration

Die Sonderstellung unserer Ganztagsschule hat viele Eltern bewogen ihre Kinder hier anzumelden, da die Betreuung der Kinder an 5 Wochentagen gewährleistet ist. In den voranstehenden Textteilen wurde dargestellt, dass unsere Schule den Schülern vielfältige Möglichkeiten anbietet, sie sowohl beim Lernen der nötigen Lerninhalte zu fördern, als auch bei der Herausbildung individueller Talente zu unterstützen. Das breite Angebot der Arbeitsgemeinschaften bietet die differenzierte Förderung in den Unterrichtsfächern ebenso wie im musischen und sportlichen Bereich. Es gibt und gab Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Lebensführung.

Einen hohen Stellenwert räumen wir der Tatsache der Verschiedenartigkeit beider Geschlechter ein und haben deshalb das Bestreben, in möglichst vielen Fällen Co-Klassenlehrer-Teams aus weiblichen und männlichen Lehrkräften zu bilden. Wir stehen für die Gleichberechtigung beider Geschlechter ein, richten aber an Stellen, wo Bedarf erkennbar wird, immer auch Angebote speziell für Mädchen oder Jungen ein. So gibt es seit vielen Jahren die Mädchengruppe (geleitet von unserer Sozialpädagogin). Im letzten Jahr gab es eine Jungengruppe unter Leitung eines männlichen Kollegen. Es gibt eine Mädchenband und auch eine Mädchenfußballmannschaft.

Unsere Schule wird seit vielen Jahren von sozialen Einrichtungen und Heimen sowie vom Landeskrankenhaus ausgewählt, um die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu beschulen. Viele dieser Schüler haben hier durch die Förderung und Zuwendung der Kollegen sehr gute Fortschritte in der Gesundung und der Bereitschaft zum Schulbesuch gemacht und auch Schulabschlüsse erreicht. Die Kooperation besteht seit vielen Jahren mit familienunterstützenden Einrichtungen, einer therapeutischen Wohngemeinschaft für Drogenabhängige und ihren Angehörigen, dem Landeskrankenhaus, Einrichtungen der Jugendhilfe und Kleinstheimen aus der Stadt und dem Landkreis Lüneburg.

Bei auftretenden Problemen erhalten die Schüler bzw. die Gruppen besondere Aufmerksamkeit. Die Beobachtung der Vorgänge im Schulalltag durch die Kollegen wird im engen Austausch besprochen und umgehend mit den Betroffenen und den Eltern erörtert. Wir versuchen, schnell eine Unterstützung bzw. Abhilfe bei Problemen zu organisieren. Eine gute Unterstützung der Schüler wie auch der Lehrkräfte dabei bietet die Beratungslehrerin.

1.4 Unterrichtsqualität

Die Sicherung und Steigerung der Unterrichtsqualität an der Hauptschule Stadtmitte findet in einem vielschichtigen Bedingungsfeld statt, in dem zahlreiche Faktoren eine gewichtige Rolle spielen. Die Lernausgangslage der Schüler bezogen auf die Kernkompetenzen Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz ist aufgrund sozialer und nationaler Herkunft sowie individueller Begabungsunterschiede sehr heterogen. Defizite in diesen Bereichen führten und führen immer wieder zu problematischem Schülerverhalten, welches die Unterrichtsqualität beeinflusst. Um dieser schwierigen Lernausgangslage zu begegnen, verfolgen wir nachhaltig verschiedene Ziele, um die angestrebte Unterrichtsqualität zu sichern und zu steigern.


1.4.1 Eingangsphase 

Grundlegend ist die Eingangsphase, die mit der Einschulung der Schüler bei uns beginnt. Wir bemühen uns darum, den teilweise verängstigten und frustrierten neuen Schülern Selbstvertrauen und Lernerfolg zu vermitteln. Um die Integration jedes einzelnen Schülers in die Klassengemeinschaft zu sichern und präventiv problematischem Schülerverhalten zu begegnen, führen die Klassenlehrer ein Sozialtraining durch. Hierzu wurden nahezu alle Kollegen im Lions-Quest-Programm „Erwachsen werden“ in einer mehrtägigen Fortbildung unterwiesen. Aufbauend auf diesem Sozialtraining und den in der Eingangsphase vermittelten Lernerfolgen streben wir an, dass die Schüler stetig mehr Selbstverantwortung für ihr Verhalten und Lernen übernehmen.

 

1.4.2 Erfahrungs- und praxisorientiertes Lernen

Dies gelingt besonders gut im projektorientierten und fächerübergreifenden Unterricht, in dem durch Übereinstimmung zwischen den Handlungszielen der Schüler mit den Lehrzielen der Lehrer Motivation und Lernbereitschaft geschaffen wird. Den Schülern wird besser einsichtig, zu welchem Zweck sie Fachkenntnisse erlangen. Aufgrund der Lebensweltorientierung sind sie eher bereit, Verantwortung für ihren sowie für den Lernerfolg der Gruppe zu übernehmen. Basierend auf den Erkenntnissen der PISA-Studie verfolgen wir durch die konsequente Umsetzung praxisbezogenen Unterrichts das Ziel, bessere Lernergebnisse auch in der Hauptschule zu ermöglichen. Hierzu gehört auch ein Methodentraining, um offenere Unterrichtsformen erfolgreich etablieren zu können und somit die Schüler überall zu mehr Selbstverantwortung für das eigene Lernen zu erziehen. Die Ergebnisse der landesweiten Abschlussarbeiten bestätigen uns in unserer Arbeit.

Aus der oben erwähnten fachübergreifenden Projektorientierung sind in der Vergangenheit Arbeitsgruppen entstanden, die das Leben in der Schule nachhaltig verändert haben, in denen Schüler erfahrungs- und praxisorientiert lernen und Räume geschaffen werden, in denen sie Verantwortung übernehmen.

 

Über die Ausführungen unter den Punkten 1.2 und 1.6 hinaus ist zu nennen, dass die Schüler in der AG „Schulgarten“ lernen, einen schuleigenen Schrebergarten zu bewirtschaften. Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses Hauswirtschaft übernimmt eine Schülergruppe unter Anleitung von zwei Kolleginnen außerdem Aufträge zum Catering.


1.4.3 Außerschulische Lernorte

Großen Lernerfolg bieten die Schulprojekte, in denen die Schüler in Kontakt mit außerschulischen Institutionen bzw. Gruppen treten. 

An erster Stelle muss hier die Ausbildung zum Wasserturmführer genannt werden. Im Verlauf dieses zweijährigen, verantwortungsvollen und arbeitsintensiven Projektes werden die oben genannten Grundkompetenzen nachhaltig gefördert. Die Schüler erlangen Fachkompetenz und Selbstvertrauen, indem sie frei vor fremden Menschen sprechen, in einigen Fällen sogar in einer Fremdsprache. Im Rahmen der Berufsorientierung wurde dieses Projekt dahingehend erweitert, dass Schüler der Klasse 9 im Arbeitslehreunterricht in Verbindung mit dem Hauswirtschaftunterricht lernen, eine Schülerfirma zu führen, die für Hochzeiten im Wasserturm einen Catering-Service anbietet.

 

Die Fächer Physik und Chemie werden momentan durch den Einsatz und durch die Beratung einer Juniorprofessorin der Universität Lüneburg begleitet. Die Klassen 9-10 besuchen regelmäßig ein Forschungslabor in Geesthacht, um praxisorientiert und anwendungsbezogen neue Entwicklungen im naturwissenschaftlichen Bereich kennen zu lernen. Darüber hinaus nehmen die Schüler regelmäßig an Veranstaltungen der Schulbiologiestelle teil.

Die Verbesserung der Unterrichtsqualität wird aber auch dadurch gesteigert, dass wir einzelnen Kollegen ermöglichen, mit Schülergruppen auf bis zu einwöchigen Workshops (Ausbildung zum Wasserturmführer, Kunstprojekt, Schul-Rockband) intensiv zu arbeiten. Diese intensiven Arbeitsphasen führen dazu, dass für diese Schulform herausragende Leistungen durch die Schüler erbracht wurden und werden.

Um diese Vielzahl an Projekten und Arbeitsgemeinschaften erfolgreich und konstant durchführen zu können bzw. um neue Gestaltungsaufgaben wahrzunehmen, ist ein reger Austausch zwischen den Kollegen nötig (siehe 1.7).

Eine Arbeitsgruppe arbeitet zur Zeit an einem Fortbildungskonzept, dass den Kollegen planvoll ermöglichen soll, die nötigen Qualifikationen zu erwerben.

 

1.4.4 Trainingsraum

Immer wieder wird von den Lehrern, aber auch von den Kindern, über Disziplinlosigkeiten von Schülern geklagt, die den Unterricht für alle erschweren. Deshalb hatten wir uns im Juni 2007 entschlossen, an unserer Schule das Programm „Eigenverantwortliches Denken in der Schule (Trainingsraumprogramm)“ probehalber für die Klassenstufen 7 und 8 einzuführen. Seit dem Schuljahr 2007/08 wurde der Trainingsraum dann für alle Klassenstufen eingerichtet.

Mit Hilfe dieses Programms wollen wir versuchen, lernbereiten Schülern ein erfolreiches, ungestörtes Lernen in einer ruhigen Atmosphäre zu ermöglichen. Dabei sollen Konzentration, gegenseitiger Respekt und Entspanntheit gefördert werden.

Die störenden Schüler erhalten mit diesem Programm die Gelegenheit, über ihr Fehlverhalten im Unterricht nachzudenken und sollen eigenverantwortlich nach Möglichkeiten suchen, wie sie ihr Fehlverhalten erkennen und zukünftig vermeiden.

Wie schaffen wir das mit diesem Programm?

Die Lehrkräfte müssen die lernbereiten Schüler vor denjenigen schützen, die häufig den Unterricht stören (es manchmal aber nicht einmal merken oder nicht merken wollen). Daher werden in den Klassen folgende Grundregeln vereinbart:

  • Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Jede/r muss stets die Rechte der anderen respektieren.
  • Folgende Schritte sind vorgesehen, falls ein Schüler den Unterricht stört:
  • Die Lehrkraft ermahnt ihn einmal ausdrücklich
  • Schüler / in stört weiter
  • Die Lehrkraft schickt ihn / sie mit einem Laufzettel in den „Trainingsraum“
  • Die Lehrkräfte dieser Schule möchten allen Schülerinnen und Schülern mit diesem Programm, das bisher schon an mehreren Schulen in Deutschland durchgeführt wird, einen möglichst störungsfreien, normalen Unterricht in einer angenehmen Lernatmosphäre ermöglichen.

Ablauf des Trainingsraumprojektes

Ein Wechsel in den Trainingsraum ist nicht von langer Dauer. In aller Regel hält sich die störende Schülerin / der störende Schüler nur für die Dauer bis zu einer Schulstunde dort auf. Im Trainingsraum arbeitet eine Lehrkraft mit den Störer/innen aus den o. g. Klassen. Dort wird vom/von der Schüler/in in ruhiger Atmosphäre ein „Rückkehrplan“ erarbeitet, aus dem ersichtlich wird, wie er/sie das Fehlverhalten künftig vermeiden möchte. Mit diesem Plan geht das Kind wieder in die Klasse zurück und bespricht ihn mit der dort unterrichtenden Lehrkraft, sobald diese Zeit für ein Gespräch findet. Hält das Kind sich auch im Trainingsraum nicht an die Regeln, muss es nach Hause gehen. Wir bitten die betroffenen Eltern mit dem Kind dann zu einem Gespräch am darauf folgenden Unterrichtstag, in dem wir gemeinsam das Problem besprechen. Der Schüler / Die Schülerin darf erst nach diesem Gespräch wieder am Unterricht teilnehmen.

  • In jedem Klassenraum (Kl.-R.) hängen die drei, ausführlich besprochenen Grundregeln aus.
  • SchülerIn (Sch.) stört! Lehrer/in (L.) ermahnt!
  • Sch. stört erneut!
  • LehrerIn (L.) stellt Schlüsselfragen (verbindlich für alle LehrerInnen): Was machst du? Gegen welche Regel verstößt du gerade?
  • Sch. entscheidet sich für oder gegen den Besuch des Trainingsraumes (TR).
  • Bei Entscheidung für den Besuch des Trainingsraumes: Sch. geht mit Laufzettel in Begleitung zum TR, wartet evtl. bei Überfüllung draußen, bis er herein gerufen wird.
      • Ankunft in TR: Laufzettelübergabe an TR- Lehrkraft           
      • Selbstständige Bearbeitung des Rückkehrplanes
      • Vor der Rückkehr in den Klassenraum:
      • Vorlage des Rückkehrplanes bei der TR – Lehrkraft
      • Gespräch über den Inhalt des Rückkehrplanes
      • Unterschrift des RP durch TR – L. bei Einverständnis
  • Wird der Rückkehrplan vom L. im Klassenraum nicht akzeptiert, muss er im TR nachgebessert werden! Bei erneuter Störung geht der Sch. direkt zurück in den TR.
  • Entscheidet sich der Sch. bei der 2. Unterrichtsstörung gegen den Besuch des Trainings-raumes, darf er nicht mehr stören. Sollte dies trotzdem passieren, geht er ohne Wenn und Aber in den TR – hat also keine Entscheidungsmöglichkeit mehr!

Pädagogische Konsequenzen

Verweigerung / Störungen im TR:

    • Eltern holen Kind umgehend ab
    • Schulbesuch am Folgetag nur nach Telefonat der Eltern mit Kl. - Lehrer/in möglich
    • Gespräch Eltern / Klassen – Lehrer / in am nächsten Tag

Zuspätkommer: (ab 2. Stunde) direkt in den TR, spezieller Rückkehrplan

 Beim 3. Wiederholungsfall:

    • Anruf im Elternhaus
    • Brief
    • Kind muss nach dem TR-Besuch nach Hause gehen und darf erst am Folgetag und nur in Begleitung seiner Eltern wieder zur Schule kommen, nachdem die Eltern noch am gleichen Tag ein zeitnahes Gespräch mit dem Klassenlehrer / in vereinbart haben.
    • Rückkehrplan und Brief bringen die Eltern unterschrieben mit.
    • Haben sich die Eltern nicht telefonisch gemeldet, wird das Kind wieder nach Hause geschickt.

Beim 5. Wiederholungsfall:

    • Anruf und Brief wie beim 3. Mal
    • Gespräch: Kind, Eltern, Klassenlehrer / in, Schulleiter, eventuell betroffener Fachlehrer

Beim 7. Wiederholungsfall:

    • Anruf und Brief wie oben
    • Einladung zur Hilfeplan - Konferenz im kleinen Kreis (Kind, Eltern, Klassenlehrer / in, Lehrer / innen mit den Langfächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Schulleiter)
    • Ausschluss vom Unterricht bis zu dieser Konferenz!

Beim 10. Wiederholungsfall:

    • Anruf und Brief
    • Einladung zur Klassen-Konferenz (Ordnungsmaßnahme!)
    • Ausschluss vom Unterricht bis zu dieser Konferenz

1.5 Verantwortung

Schon bei der Aufnahme in die Hauptschule Stadtmitte erwarten wir, dass jeder Schüler Verantwortung für das eigene Verhalten übernimmt. Am Ende eines stets obligatorischen Aufnahmegespräches steht die Unterzeichnung unseres Schulvertrages und unserer Grundsätze (s. Homepage). Mit diesem Vertrag verpflichten sich Schüler und Lehrer zu einem rücksichtsvollen Umgang mit allen an der Schule mitwirkenden Menschen und zum vorsichtigen Umgang mit schulischen und privaten Gegenständen. Die Eltern sichern ihre Unterstützung zu. Der Vertrag wird am Beginn eines Schuljahres jeweils neu unterzeichnet. Auf diese Grundlagen des Zusammenlebens kann sich jeder an unserer Schule jederzeit berufen.

In die gleiche Richtung zielen die unter Mitarbeit von Schülern und Eltern ausgearbeiteten Maßnahmen zur Raucherprävention. Den Schülern sind alle Schritte in Folge eines unerlaubten Handelns bekannt. Dies hat zu einem vorher nicht vermuteten Erfolg geführt.

Eventuell entstehende Konflikte zwischen Schülern oder zwischen Schule und Schülern werden möglichst zeitnah geklärt, damit für alle Beteiligten immer der Situationszusammenhang erhalten bleibt. Nur dann haben mögliche Konsequenzen einen Sinn und sind als Folge des eigenen Verhaltens erfahrbar.

Besonderen Wert legen wir darauf, dass die vereinbarten Regeln eingehalten werden. Relativ frühzeitig greifen wir darum zum Mittel der pädagogischen Klassenkonferenz mit Beteiligung der betroffenen Eltern und Schüler, als auch der Eltern- und Schülervertreter. Diese Konferenzen dienen einerseits der Beratung über Erziehungsmaßnahmen, aber auch der Verhängung von Ordnungsmaßnahmen. Dabei steht für uns immer im Vordergrund, Erziehungshilfe für den betroffenen Schüler und Beratung für dessen Eltern zu leisten. Es geht darum, Wege zur Veränderung zu finden, nicht darum, abzustrafen. Dies erfordert oft einen hohen Einsatz von Zeit, erlegt aber wiederum dem betroffenen Schüler einen eigenen Anteil Verantwortung auf.

Fester Bestandteil unserer Schulkultur ist es, für die Schüler Bereiche und Handlungsfelder zu schaffen, in denen sie gestaltend mitwirken und Verantwortung für sich, eine Sache oder für andere übernehmen lernen. So bleibt die Übernahme von Verantwortung nicht im appellativen Bereich, sondern wird übbar. Diese Handlungsfelder sind: Cafeteria, Kellerdisco, Kiosk, Bücherei, Schulband, Schulmannschaften, Kanufahren, Schulgarten, Mülltrennungsprojekt, Dreh ab, Spielcontainer auf dem Schulhof, Schulzeitung, Patenschaften, Treppenmarathon, Wasserturmführungen und Catering-Service im Wasserturm.

In der Vergangenheit war die Schülervertretung (SV) erheblich an der Entwicklung unserer Schule beteiligt. Sie entwickelte Ideen für eine andere Form der Pausengestaltung, beteiligte sich an der Konzeption der Cafeteria, entwarf die Pläne zur Gestaltung des Freizeitbereiches im Kalandhaus (eines der ältesten Gebäude der Stadt und auf unserem Schulgelände, von uns als Freizeitbereich genutzt) und arbeitete an der Entwicklung unserer Grundsätze und des Schulvertrages mit. Um sich intensiv über ihre Interessen und Belange auseinander zu setzen, fahren die Mitglieder der SV mit den Vertrauenslehrern einmal im Schuljahr gemeinsam zu einem mehrtägigen Workshop in ein Schullandheim. Im Rahmen der neuen niedersächsischen Schulverfassung erhalten die Schülervertreter durch ihre Teilnahme an den Sitzungen des Schulvorstandes noch weitere Einflussmöglichkeiten, die wiederum aber eine intensivere Vorbereitung und eine größere Verantwortung bedeuten.

Seit zwei Jahren etwa gibt es im Kollegium den Beschluss, wöchentlich mindestens eine Unterrichtsstunde pro Klasse zu verwenden, um mit einem Sozialtrainingskonzept zu arbeiten. An anderer Stelle wurde dies bereits dargestellt. Die Inhalte zielen unter anderem darauf, Jugendliche in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, ihnen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, ihnen Möglichkeiten zur Reflektion ihres Verhaltens zu vermitteln und sie damit verstärkt zur Eigenverantwortung zu erziehen.

Als Schüler einer UNESCO-Projekt-Schule übernehmen unsere Schüler Verantwortung, in dem sie immer wieder „über den Tellerrand schauen“ müssen. Sie lernen, auf den ersten Blick nicht sichtbare Zusammenhänge zu erkennen und im besten Fall, sich in ein Geschehen einzumischen, ihre eigene Beteiligung und die Bedeutung für das eigene Leben zu erkennen bzw. sich zu interessieren.

Nach sechsjähriger Erfahrung mit der Arbeit in unserem Wasserturmprojekt können wir sagen, dass es keine vergleichbar erfolgreiche Arbeit unter unseren Lehrertätigkeiten gibt. Mit ihren ersten glücklich überstandenen Führungen gewinnen unsere Schüler an vorher ungeahnter Sicherheit. Sie werden von Mal zu Mal selbstbewusster im Umgang mit ihnen völlig fremden und nicht immer einfachen Erwachsenen- oder Schülergruppen. Sie finden ihren Platz in dieser Arbeit und nehmen sie ernst. Sie erleben und übernehmen ihre Verantwortung für das Erbringen einer Leistung, für die andere Geld bezahlen und erfahren viel Bestätigung und Wertschätzung für ihre Leistung. Sie werden pünktlich und zuverlässig: Es kommt fast nicht vor, dass jemand einen Termin vergisst. Mit Stolz übernehmen sie Verantwortung und wachsen daran.

1.6 Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner

- teilweise offene Ganztagsschule seit 1989 -

1983/84 begann eine bis heute nicht abgerissene fortgesetzte Reihe von pädagogischen Klausurtagungen (s. Anlage 16), in denen das Kollegium die grundlegende Entwicklung der Schule festlegte. Diese mehrtägigen Tagungen führten wir anfangs in freier Zeit, später in zur Verfügung gestellter Unterrichtszeit plus freier Zeit und heute wieder nur in unterrichtsfreier Zeit durch.

Die ersten Veränderungen hatten das Ziel, die Selbstverantwortung der Schüler zu fördern, damit sie sich stärker mit ihrer Schule identifizierten und sich selbst Anerkennung verschafften. Erste Meilensteine waren die Einrichtung einer von den Schüler gestalteten und betriebenen Cafeteria sowie Projektwochen, in denen sich alle an der Gestaltung der Schule beteiligten. Stets war die Schülervertretung in die Beratung und Entscheidungsfindung einbezogen. Die Schüler verschönerten über mehrere Jahre die Wände in den Fluren mit großen, bemalten Platten nach verschiedenen Themen. Sie bauten Sitzecken für alle Flure. Wir etablierten, dass sich jede zweite unserer jährlich durchgeführten Projektwochen mit unserem schulischen Lebensraum beschäftigt, denn die Mitwirkung unserer Schüler an der Gestaltung unseres Schulgebäudes bewirkt nicht nur, dass sie sich stärker mit ihrer Schule identifizieren, sondern auch, dass sie sich für den Erhalt des Geschaffenen einsetzen. (s. Anlage 25)

Seit vielen Jahren gibt es in der Schule eine große „Kritzelwand“, an der Schüler Grüße und kurze Mitteilungen aufschreiben können. Die meisten halten sich an die dafür aufgestellten Regeln (nur auf Deutsch, keine sexistischen, beleidigenden oder rassistischen Äußerungen). Schmierereien - sowohl im Gebäude als auch außen - sind selten und werden möglichst schnell aufgeklärt und beseitigt.

Seit der Einführung der Ganztagsschule 1989 (s. Anlage 4, S.17) ging es uns immer auch um Ganztagskultur als eine pädagogische Verzahnung von Vormittag und Nachmittag. (s. Anlage 29) Von Anfang an sahen wir es als wesentliches Merkmal für eine gelungene Schule und ein gutes und produktives Miteinander an, dass sowohl die Aufsicht des Mittagsbereichs als auch die Angebote am Nachmittag von Lehrern der Schule übernommen werden. Die Lerninhalte des Vormittagsunterrichts werden am Nachmittag vertieft: Beispielhaft können wir den Musikunterricht (am Vormittag Unterricht, am Nachmittag „Bandarbeit“) und den naturwissenschaftlichen Unterricht (am Vormittag Unterricht, am Nachmittag zum Beispiel Vorbereitung auf die Präsentation der Wasserturmtechnik) anführen.

Waren anfangs noch Zeiten am Mittag für Hausaufgaben vorgesehen, erkannten wir bald, dass dies die Konflikte um Hausaufgaben sowohl in der Schule als auch vor allem in den Elternhäusern nicht entschärfte. So entschlossen wir uns nach jahrelangen Diskussionen: Statt Hausaufgaben sollten alle Schüler Übungsstunden in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch erhalten, davon zwei an einem verpflichtenden Nachmittag in der Woche. Der weitgehende Verzicht auf Hausaufgaben hat Unterricht und Schulleben enorm entlastet. Schüler und Eltern sind erleichtert, dass dieses Konfliktpotential gemindert ist und es auch zu einer Entspannung des häuslichen Klimas kommt.

Unsere Sozialpädagogin organisiert das Mittagessen, betreut in den Pausen den Freizeitbereich und leitet Arbeitsgemeinschaften. Sie ist voll in das Schulleben integriert und genießt bei Schülern und im Kollegium eine hohe Wertschätzung.

In der Mittagspause von 13.20 Uhr bis 14.30 Uhr essen die Schüler in der Schule zu Mittag und/oder gestalten ihre Pause frei aus einer Reihe von Freizeitangeboten.

Von Anfang an wurden das Mittagessen und die Freizeitgestaltung als wesentliche pädagogische Teile des Ganztagsangebots verstanden. Das Mittagessen ist nach Anmeldung für ein halbes (5./6. Jahrgang) bzw. ein ganzes Jahr (7. bis 10. Jahrgang) verbindlich. Die Schüler bekommen nicht nur regelmäßig eine warme Mahlzeit, sondern lernen in festen Tischgruppen das gemeinsame Essen in der Gruppe. Dies trägt familienunterstützend dazu bei, dass Regeln in einem stetigen Prozess eingeübt und angewendet werden. Die Erfolge werden eindrücklich sichtbar, wenn eine Klasse sich selbstverständlich auch außerhalb der Schule, z.B. auf einer Klassenfahrt, an Essensregeln und den Tischdienst hält. (s. Anlage 30) 

Das Freizeitangebot in der Mittagspause beinhaltet die Nutzung von Spiel- und Sportgeräten, den Computerraum, die Bücherei, die Disco sowie den Schulhof, die Klassenräume und Flure. Die älteren Schüler spielen im Kalandgebäude (Freizeitbereich) Billard, Kicker oder Gesellschaftsspiele. Sie hören Musik, unterhalten sich oder lesen. Ein entsprechendes Angebot besteht auch für unsere jüngeren Schüler im Hauptgebäude.

Die Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag sind darauf ausgerichtet, die Freizeitfähigkeit der Schüler zu fördern, in dem sie mit Spaß und Freude Interessen entwickeln und nachgehen und in Bereichen erfolgreich sind, die am Vormittag nicht so stark zur Geltung kommen können. Schwerpunkte in der Vielfalt sind Sportangebote, musisch-gestalterische Angebote und Wasserturmführungen. Wir bieten den Schülern auch Arbeitsgemeinschaften, in denen sie in den Kernfächern zusätzlich gefördert werden, um im Unterricht besser und erfolgreicher mitarbeiten zu können. (s. Anlagen 17, 18) 

Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern und Betreuungspersonen. Sie werden in die Entwicklung ihrer Kinder in der Schule einbezogen und können (fast) jederzeit Kontakt zu den Lehrern ihrer Kinder aufnehmen. Bei Problemen kann die Beratungslehrerin hinzugezogen werden, die bei Bedarf weitere Unterstützungsmöglichkeiten nennt oder Kontakte herstellt. Diverse sozialtherapeutische Einrichtungen in Stadt und Landkreis schicken ihre Kinder zu unserer Schule, weil sich in vielen Jahren die gute Zusammenarbeit immer wieder bestätigt hat.

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen auffällig gern zur Schule. Auch wenn ihnen das Lernen in den Fächern schwer fallen mag, können sie in anderen Bereichen Verantwortung übernehmen und Erfolg haben.

Als UNESCO-Projekt-Schule (s. Anlage 19) unterstützen unsere 7. Klassen durch einen gesponserten Treppenmarathon im Wasserturm jedes Jahr drei Projekte: ein Waisenhaus in Indien, ein Straßenkinderprojekt in Brasilien und ein Schulprojekt in Südafrika. Zur Anerkennung als UNESCO-Projekt-Schule organisierten wir einen Schüleraustausch mit unserer südafrikanischen Partnerschule. Jede Gruppe besuchte die andere etwa 14 Tage in ihrer Schule. Über mehrere Jahre gab es gegenseitige Schülerbesuche mit einer Partnerschule in Poznan/ Polen, u.a. fand ein Musikworkshop in Poznan statt. Diese Partnerschaft besteht jedoch nicht mehr. Zur Zeit bauen wir eine entsprechende Partnerschaft zu einer Schule in Riga/Lettland auf, mit der ein erster Schüleraustausch geplant ist. Zum internationalen Projekttag der norddeutschen UNESCO-Projekt-Schulen unter dem Thema „Lebenselexier Wasser“ 2004 in Lüneburg waren wir in einem Netzwerk regionaler Unesco-Projekt-Schulen Gastgeber für etwa 600 Schüler aus den norddeutschen Bundesländern.

Zur Zeit üben Schüler der regionalen UNESCO-Projekt-Schulen und einer Gastschule eine Tanzaufführung „Wohin gehst du ? – Schritte in die Zukunft.“ ein (s. Anlage 12), die sich an das Tanzprojekt „Rhythm is it“ anlehnt. Die Idee dazu hatte der Regionalkoordinator der Niedersächsischen UNESCO-Projekt-Schulen, der auch Kollege an unserer Schule ist. Eine Kollegin aus unserem UNESCO-Team koordiniert die nötigen Kontakte. Eine dritte Kollegin bereitet 20 unserer Schülerinnen und Schüler (7. bis 10.Klasse) - unterstützt von einer Choreographin vom Lüneburger Stadttheater - in einer Tanz-AG darauf vor. Im Film dokumentiert wird das Projekt von Studenten der Universität Lüneburg. Den musikalischen Teil übernimmt die hiesige Musikschule der Stadt Lüneburg mit Jazz-Combo und Streichorchester. Vorgesehen sind mehrere Aufführungen im Lüneburger Stadttheater und in mehreren Städten Norddeutschlands im Juli dieses Jahres.

Der „Schulverein der Hauptschule Stadtmitte Lüneburg e.V.“ (s. Anlage 20) hat erheblich mitgeholfen, unsere Schule auszustatten, z.B. mit Billard- und Kickertischen. Er betreibt einen Kleinbus, der für Kanuwanderungen, Fahrten zu Workshops, Klassenfahrten und schulnötige Transporte genutzt wird.

Kontakte zur Universität Lüneburg bestehen durch Studenten, die bei uns ihre Praktika absolvieren. Relativ neu sind die Kontakte zu den Umweltwissenschaftlern der Universität Lüneburg. Durch das Projekt Wasserturm arbeiten wir mit ihnen eng zusammen. Regelmäßig unterstützen Studenten dieses Fachbereiches eine Arbeitsgemeinschaft „Gewässer-TÜV“, deren Wasserproben-Ergebnisse im Wasserturm dargestellt werden. Studenten der Kulturwissenschaften entwickelten für uns Stadtrallyes zum Thema „Mittelalterliche Stadt“.

1.7 Schule als lernende Institution

 Wie auch andere Schulen arbeiten wir in Dienstbesprechungen, Fachkonferenzen und fachübergreifende Arbeitsgruppen während eines Schuljahres intensiv an aktuellen Themen, an der Schulentwicklung und Umsetzung ihrer Inhalte im Schulalltag.  Einen Schwerpunkt in den Kernfächern bildet die Auseinandersetzung mit den vorliegenden Bildungsstandards

 

1.7.1 Kontinuierliche Schulentwicklung

 Darüber hinaus - und das seit über 20 Jahren - organisiert das Kollegium jährlich eine mehrtägige pädagogische Klausurtagung. Um unsere Hauptschule aus einem desolaten pädagogischen Zustand herauszuführen, war das Kollegium damals bereit, sich über ein Wochenende an einem außerschulischen Tagungsort zusammen zu finden. Diese Treffen waren so effektiv und erfolgreich, dass sie von Jahr zu Jahr fortgesetzt wurden.

Zum Prinzip entwickelte sich, das nötige Know-how nicht nur von außen durch einen Referenten „einzukaufen“, sondern das Wissen und Wollen der Kollegen zu nutzen. Interessierte Kollegen bereiten in einem Arbeitskreis das anstehende Thema vor, zum Teil auch, indem sie sich durch Fortbildungen vorbildeten. So ist seit Jahren gewährleistet, dass das Kollegium neue Profilbereiche auf eine Weise plant und organisiert, die unseren pädagogischen Ansprüchen entsprechen und organisatorisch machbar sind. Im Schulentwicklungsprozess ist die Konsensbildung des Kollegiums ein Prinzip, ein einstimmiger Beschluss (bzw. mit wenigen Enthaltungen) die Voraussetzung für eine Umsetzung. Gerade auch dies setzt immer wieder das nötige Engagement der Kollegen frei und führte dazu, dass wir unsere Profilbereiche kontinuierlich und nachhaltig erweitern konnten.

Grundsätzlich fassen wir Schule als ganzheitliches System auf und nutzen mögliche synergetische Effekte, die Verzahnung von Projekten mit Fachunterricht und von Projekten untereinander. Jeder umgesetzte Profilbereich ergab in der Vergangenheit fast zwangsläufig den nächsten: Die alternative Pausengestaltung mit einem Cafeteriaangebot führte zur Idee der Ganztagsschule mit Mittagessenangebot. Im Ganztagsschulangebot entwickelten wir wiederum etliche beispielhafte Arbeitsgemeinschaften, wie die Kanu-AG, den Schulschrebergarten, die Schulband „the Downtown Rats“ und - last but not least - die Wasserturmführungen. Der mit dem erweiterten Angebot verbundene engere Kontakt zu unseren Schülern mit Migrationshintergrund führte zur Profilierung als UNESCO-Projekt-Schule.

Eine Übersicht über die bisher durchgeführten 20 pädagogischen Klausurtagungen befindet sich in der Anlage 16.

 

1.7.2 Struktur der Profilbereiche

 Ein Grund für das außerordentliche Engagement der Kollegen ist die Struktur der Profilbereiche. Wir unterscheiden Profilbereiche/Projekte, die dauerhaft an einzelne Kollegen/-teams gebunden sind, und andere, die jahrgangsbezogen sind und deshalb von Jahr zu Jahr von neuen Kollegen übernommen und begleitet werden.

Die Ausbildung und die Arbeit der Wasserturmführer in Klasse 9/10 sind solch ein jahrgangsbezogenes Projekt. Es wird für zwei Jahre von zwei bis drei Lehrern begleitet. Kollegen erleben diese Zeit in besonderer Weise als arbeitsintensiv aber auch sehr motivierend. Durch den Wechsel der betreuenden Kollegen ist die Belastung zeitlich eingegrenzt und mit den Jahren erreichen viele Kollegen eine Kompetenz für die einzelnen Bereiche, Routine auf hohem Niveau.

Projekte, die an einzelne Kollegen/-teams gebunden sind, decken sich mit den Interessen der Kollegen meist in außerordentlicher Weise. Als Beispiel sei hier die langjährige Betreuung der Schulband „The Downtown Rats“ durch den Musiklehrer - jetzt erweitert zum Team - angeführt. Er hat diesen Profilbereich eigenständig entwickelt. Selbst musikbegeistert, wurden die auftretenden Belastungen für ihn durch eine entsprechende Motivation ausgeglichen. Nicht nur durch die teilnehmenden Schüler, sondern durch die gesamte Schülerschaft und das Kollegium erfährt er Unterstützung (Wertschätzung, Freistellung für Workshops/Tagungen, Begeisterung bei Darbietungen). Gleichzeitig übernimmt er mit diesem Projektbereich für das Kollegium entlastende Aufgaben (Vorbereitung von Festen und Projekt-/Thementagen). (s. Anlage 22) 

 

1.7.3 Intensive Gemeinschaftspflege

 Durch die intensive Auseinandersetzung miteinander, besteht über die angesprochene Zusammenarbeit hinaus eine intensive Gemeinschaftspflege im Kollegium. Es gibt diverse informelle Kollegengruppen, in denen sich die Kollegen begegnen, um sich auszutauschen, Verständnis und Lösungsansätze für ihre nicht nur schulischen Probleme zu finden oder gemeinsam Spaß zu haben, wie z.B. in der Lehrerband. Mehrmals im Jahr trifft sich das gesamte Kollegium gesellig: Abends während der Klausurtagung und am Abend des letzten Sommerferientages treffen wir uns im Garten eines Kollegen. Auch an den üppigen schulischen Festen nehmen selbstverständlich alle Kollegen teil, so zum Beispiel am abendlichen Abschlussfest der 9. und 10. Klassen mit Ehrungen, Auftritt der „Downtown Rats“ und anschließendem kaltem Buffet. Das Buffet betreuen die Lehrer als Dienstleistung für ihre Schüler.

Eine Übersicht über die informellen Gruppen befindet sich in der Anlage 23.

 

1.7.5 Neue niedersächsische Schulverfassung

 

 

1.7.4 Aufgaben der Schulleitung

  • Sicherstellung der langfristigen Umsetzung gefasster Beschlüsse
  • Die Organisation, Strukturierung und Koordination der Fach- und Profilbereiche
  • Wahrnehmung von Ideen im Kollegium und ggf. ihre Umsetzung
  • Strukturen für einen funktionierenden Informationsfluss entwickeln und pflegen
  • Die Darstellung der Schule (Leistung der Kollegen und der Schüler) nach außen
  • Ausgeglichene und ausreichende Versorgung der einzelnen Bereiche (zeitlich, finanziell, personell)
  • Planung und Durchführung eines praktikablen Qualitätsmanagements unter Einschluss einer Evaluation
  • Sicherstellung einer grundsätzlichen Arbeitszufriedenheit aller an der Schule Beschäftigten
  • Verwaltung der Schule und Zusammenarbeit mit dem Schulträger bzw. mit der Landeschulbehörde
  • Kommunikation mit den Eltern
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
  • Kooperation mit anderen Schulen